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Alpin Tour 2011 ins Montafon

Die diesjährige Alpin Tour führte uns vier Tage lang rund um und ins Montafon. Gestartet wurde in der Ortsmitte von Brand im Brandnertal. Von dort aus ging es direkt hoch hinaus. Bepackt mit allerlei Klein- und "Schwer"igkeiten im Rucksack hatte jeder seine Last zu tragen. Bereits am ersten Tag galt es 1800 Höhenmeter zu bewältigen. Ziel war die Mannheimer Hütte (2679 m) direkt über dem Brandner Gletscher gelegen, wo das erste Nachtlager bezogen wurde. Die meisten erreichten auf direktem Wege dieses Ziel, andere folgten dem Ruf einer unbewussten Extrarunde und kamen über einen zum Teil noch schneebedeckten Steig zum Panüeler Kopf erst spät bei der Hütte an. Jedoch pünktlich genug, um das stärkende Bergsteigeressen zu geniessen.

Den zweiten Tag zog es uns in einer Gratwanderung hoch zum Panüeler Kopf (2859 m), an welchem beim Abstieg die ersten Kletterfähigkeiten bewiesen werden konnten. Über den Brandner Gletscher ging es zur Schesaplana, mit 2965 m den höchsten Punkt unserer Tour. Über die Totalphütte zog es uns oberhalb des Lüner Sees hinunter zur Douglashütte in welcher sich gestärkt und übernachtet wurde. Das schönste war jedoch nach eiskalter Wäsche am Vortag, der Genuss einer warmen Dusche, welche die müden Muskeln entspannen lies.

Der dritte Tag, eigentlich zum Entspannen gedacht, forderte nochmal alles. Mit leichtem Beginn über die Staumauer des Lüner Sees, ging es Richtung und hoch zum Saulakopf (2516 m). Nach dem Abstieg und kurzer Rast auf der Heinrich-Hueter-Hütte (1766 m), durften sich die Beine erneut bewähren. Ein langer Anstieg zum Zimba (2643 m), welcher auch als "Matterhorn des Rätikons" bezeichnet wird. Wir zogen es jedoch vor "nur" das Zimbajoch zu erklimmen. Fordernd waren die zahlreichen Kletterpassagen, welche stellenweise seilgesichert, aber auch in freier Kletterkunst bewältigt werden mussten. Wer dann noch den letzen sicheren Tritt über Eisenleiter und rutschiges Geröll bewältigt hatte, durfte nach langwierigem Weg zur Sarotlahütte (1645 m)den verdienten Weizenradler geniessen. Trot aller Mühen des Tages, zeigte sich des Abends noch die Sangeskunst der Teilnehmer, umrahmt von Gitarrenklängen zweier Hüttengäste.

Dann war er da, der letzte Tag. Mit kühlem Quellwasser kehrte die Frische des Tages in die Gesichter ein. Auf dem leichtem Rückweg nach Brand konnten nochmals die Erlebnisse der Tour im Geiste genossen werden.
Nach den schweistreibenden Aktivitäten der Vortage war die Erfrischung am Dorfbrunnen eine Wohltat. Vor der Heimfahrt ging es dann noch zur Stärkung auf das Musikfest in Brand. Nach dem Einholen geistigen Beistandes bei der stattfindenden Zeltmesse, wurde dann wohlbehütet die Heimreise angetreten. Es war wieder eine tolle Tour, mit vielen Höhepunkten, Höhenmetern und fordernden Passagen. Doch alle Teilnehmer waren froh es geschafft zu haben und dabei gewesen zu sein. Auf dass er im nächsten Jahr wieder ruft, der Berg.

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